Montag, 19. September 2016

Ausflug nach Iztuzu

Gestern machten wir uns nach dem Frühstück auf den Weg nach Dalyan. Wir wollten mit dem Boot nach Iztuzu, dem Schildkrötenstrand, fahren.

Statt eine Tour zu buchen, nahmen wir vom Flussufer in Dalyan aus ein "Dolmus"-Boot (öffentliches, städtisches Linienboot). Für Hin- und Rückfahrt zahlten wir 10 TRY pro Person.



Es dauerte ca. 10 Minuten, bis das Boot sich mit einer genügend großen Anzahl von Passagieren gefüllt hatte, dann ging es los. Gleich zu Beginn ein Highlight: Die Fahrt geht an lykischen Felsengräbern vorbei, die eindrucksvoll in den Hügeln entlang des Flusses thronen.



Ein weiteres Highlight der ca. 40minütigen Fahrt waren die Vögel, die in der schilfbewachsenen Flusslandschaft leben. Allerdings gelang mir da nur ein Foto von einem Silberreiher, kein wirklich gutes Foto, aber die anderen Vögel kriegte ich gar nicht aufs Bild.


Am Strand selber herrschte viel Betrieb. Kein Wunder, es war Sonntag und der letzte Tag vor dem Schulbeginn in der Türkei. Man kann es kaum glauben, dass es sich beim Strand von Iztuzu um ein geschütztes Gebiet handelt! Die Unechten Karettschildkröten, die hier ihre Eier ablegen, bekamen wir nicht zu Gesicht. Damit hatten wir auch nicht wirklich gerechnet. Wir hatten aber gehofft, wenigstens dem Schildkröten-Zentrum einen Besuch abstatten zu können, doch konnten wir es am Strand nicht entdecken. Seit 2014 ist der Strand an einen Konzern verpachtet und soll erschlossen werden (mal wieder, zuletzt 1984), wie ist wohl noch unklar. Ob das der Grund dafür ist, dass das Zentrum weg ist?


Ob diese Art von Schutz ausreicht?
Nachdem wir wieder in Dalyan angekommen waren, gönnten wir uns noch eine Portion Döner in einem kleinen Restaurant und machten danach einen kurzen Spaziergang. Dabei kamen wir zu dem Schluss, dass das Städtchen sehr hübsch, aber doch zu touristisch für unseren Geschmack ist.


Alles in allem war es ein schöner Ausflug und eine nette Abwechslung vom Pool-Dasein, das wir hier frönen.



Dienstag, 13. September 2016

Unser Tag in der Therme Maris

Gestern wollten wir es wissen: Wie gut ist das Spa-Angebot in der Therme Maris? Wir waren ja gleich nach unserer Ankunft dort, weil das der mit unserem Freund, der in Dalaman lebt, verabredete Treffpunkt war. Und gestern machten wir uns nach dem Frühstück auf den Weg, um einen Tag Wellness einzulegen.

Die Anlage ist sehr weitläufig und es gibt sowohl einen Innenpool mit Heilwasser als auch mehrere Pools im Außenbereich. Die 57 Mineralstoffe, die sich in dem Wasser und dem Heilschlamm befinden, dienen der Behandlung von allen erdenklichen Hautkrankheiten, z.B. der Neurodermitis und der Schuppenflechte.


Wir haben uns aber erst einmal über die zahlreichen Nilschildkröten gefreut, die sich im See, der ebenfalls durch die Thermenbetreiber genutzt wird, tummeln.


Bevor es los ging, gab es in dem hoteleigenen à-la-carte-Restaurant ein "leichtes" Mittagessen bestehend aus gegrilltem Fisch, Krabben, Köfte, Backofen-Kartoffeln, Fritten und Salat. Wir genossen unser Essen im schattigen Dachgarten. Nach dem obligatorischen türkischen Kaffee (ich bevorzuge ihn "orta şekerli ", d.h. mittelsüß), schauten wir uns den Spa- und Beauty-Bereich an. Neben Vorrichtungen (u.a.) für Licht-, Hydro- und Fischtherapie gibt es dort auch Sauna und Hamam. Neben den unterschiedlichen Anwendungen werden auch Kosmetikbehandlungen und Massagen angeboten. Sehr beeindruckend!


Zur inneren Anwendung: Das Heilwasser aus
dem Trinkbrunnen hilft bei Magen-Darm-Erkrankungen.
Aber wir wollten in den Schlamm!!! Zur Vorbereitung verbrachten wir etwas mehr als 20 Minuten im "Kleopatra-Becken". Das ist ein Naturstein-Pool, der durch Heilquellen gespeist wird und eine Temperatur von ca. 28°C hat. Während der Zeit dort soll man sich mit den herumschwimmenden Tang-Stückchen von Kopf bis Fuß einreiben. Das kostet zwar etwas Überwindung, denn dieser Tang sieht nicht gerade appetitlich aus, aber wenn es schön macht ...

Im Garten der Therme Maris sind jetzt im September die Granatäpfel reif.
Danach war es soweit. Wir gingen die paar Schritte bis zu der am See gelegenen Plattform, auf der sich 3 Becken befinden, zwei davon sind wiederum mit Heilwasser und Tang gefüllt, das dritte mit Schlamm. Los ging es: Wir rieben uns komplett mit dem schwarzen Schlamm ein. Es sah so komisch aus! Leider hatte die Batterie meiner Outdoor-Kamera am Morgen keinen Saft mehr, und von den "normalen" Fotoapperaten wollte ich keinen benutzen. Deshalb fehlen an dieser Stelle Fotos - aber ich werde versuchen, bei unserem nächsten Besuch welche zu machen.

Nachdem wir uns gegenseitig geholfen hatten, auch den Rücken mit Heilschlamm zu bedecken, hieß es erst einmal warten, damit der Schlamm trocknen konnte. Hin und wieder dann ein kurzer Blick in einen großen Ganzkörperspiegel, der im dortigen Bereich aufgestellt ist, das half zu entscheiden, ob die Trocknung weit genug fortgeschritten war, um die Wirkung entfaltet zu haben.

Das Bild stammt von der Website des Hotels. Bei unserem Besuch war
viel weniger Betrieb.
Wenn der schwarze Schlamm zu grauem getrocknet ist, kann man ihn entweder in einem der Becken oder doch lieber gleich im See abwaschen. Auch Außenduschen stehen zur Verfügung. Wir entschieden uns für den See, weil wir insgeheim hofften, noch einmal eine Begegnung mit den Nilschildkröten zu haben, dieses Mal auf Augenhöhe und nicht vom Uferbereich aus :-) Aber die Schildkröten blieben weiter draußen.

Zum Abschluss noch einmal einen Sprung ins Kleopatra-Becken, dann war es geschafft. Aber auch wir waren ziemlich geschafft! Wir fühlten uns wohlig müde. Nach einem Glas türkischem Tee mit etwas Gebäck im Hauptrestaurant der Therme Maris machten wir uns dann zufrieden auf den Heimweg.

Wir müssen dieses Erlebnis unbedingt wiederholen - und nicht nur, weil ich noch Fotos machen will!!!


Sonntag, 11. September 2016

Die ersten Tage in Dalaman

Wie bereits erwähnt, haben wir uns in Dalaman für den 2wöchigen Aufenthalt einen kleinen Bungalow in der Anlage des Boutique Hotels Romantik Villa Dalla gebucht.



Heilwasser sprudelt aus der Quelle im Garten
der Romantik Villa Dalla.
Gott sei Dank haben wir auch einen Mietwagen, denn da das Hotel ziemlich weit ab vom Schuss liegt, wäre man ansonsten aufgeschmissen. Das Cinar Restaurant in Dalaman bietet zwar einen Hol- und Bringservice, aber man will ja nicht jeden Tag im gleichen Restaurant essen ...

Courtesy of tripadvisor: Cinar Restaurant
Ansonsten haben wir die ersten Tage geruhsam am Pool verbracht. Das Hotel bietet eigentlich nur Frühstück (und abends Getränke auf der Dachterrasse des Haupthauses). Aber auch tagsüber fragen die aufmerksamen Mitarbeiter immer wieder nach, ob man vielleicht einen Tee möchte oder etwas Obst. Alles in allem: sehr angenehm!


Zum Abendessen am ersten Tag waren wir tatsächlich im Cinar Restaurant und haben deren Pick-Up-Service in Anspruch genommen. Das Restaurant liegt wie auf dem Foto oben zu erkennen in einem Garten und man kann dort auch - typisch türkisch -  selber am Tisch auf Holzkohle grillen (Kendin yap, kendin ye). Die Auswahl an à la carte Gerichten ist gut, der Service ebenfalls. Und: es schmeckt!

Am zweiten Abend fuhren wir dann in die Stadt und aßen in einem kleinen Laden im Stadtzentrum mit sehr überschaubarem Angebot, dem Kebabi Keyf (Kebap-Vergnügen): Es gab an diesem Abend Adana-Kebap und Patlican (= Auberginen) Kebap.


Ich hatte das Auberginen-Kebap und der Koch kam persönlich an den Tisch, um mir zu zeigen, wie ich es richtig esse: Man nehme ein Stück Fladenbrot, zerdrücke etwas von der geschälten Aubergine darauf, gefolgt von etwas Hackfleich, verziere das Ganze mit Tomate, dann etwas Salz darüber geben und aufrollen. Fertig!


Ich denke mal, wir waren nicht zum letzten Mal im Kebabi Keyf!




Samstag, 10. September 2016

Von Istanbul aus fliegen wir nach Dalaman.

Es ist jetzt 2 Tage her, dass wir morgens von Icerenköy zum Flughafen Sabiha Gökcen gefahren sind, um nach Dalaman zu fliegen. Der viele Verkehr, der um 10 Uhr früh herrschte, war ungewöhnlich. Wie auf dem Weg in die Stadt brauchten wir auch dieses Mal auf dem Weg raus aus der Stadt 45 Minuten mit dem Taxi. Die Fahrt kostete allerdings nur 70 TRL. Keine Ahnung, wie die unterschiedlichen Preise zustande kommen ...

Wir haben ein günstiges Return-Ticket bei Pegasus Airlines buchen können: Für 2 Personen kostet uns der Flug hin und zurück inklusive jeweils 15 kg Freigepäck nur 132 Euro. Ein richtiges Schnäppchen!

Nach der Landung herrschte zunächst etwas Verwirrung, denn unser Mietwagen-Anbieter, Master Car Rental, unterhält keinen Schalter am Flughafen. Als wir aus dem Flughafengebäude herauskamen, wurden wir auf dem Parkplatz von einem Herrn in Empfang genommen, der ein Schild "Master Car Rental" hochhielt. Er fuhr uns zunächst zu einer Tankstelle in Dalaman (ca. 8 km vom Flughafen entfernt), damit wir das Auto volltanken konnten. Wie sich herausstellte, saßen wir bereits in dem von uns gemieteten Wagen und fuhren in die "Innenstadt", um dort unseren Fahrer im Büro der Autovermietung abzusetzen und die Formalitäten zu erledigen. Und tanken mussten wir, weil es in der Türkei üblich ist, ein Mietfahrzeug leer in Empfang zu nehmen und leer zurück zu geben.

Zwischenzeitlich hatte unser Freund, der seit 2 Jahren in Dalaman lebt, schon mehrmals bei uns angerufen, denn wir waren in dem Hotel Therme Maris verabredet und es dauerte halt alles länger als gedacht. (Übrigens hatten wir uns in Istanbul eine türkische SIM-Karte besorgt, bei einer Aufenthaltsdauer von einem Monat ist es bequemer so. Das ist ganz einfach: In jedem Telefon-Shop gibt es Prepaid-Karten zu kaufen, man benötigt lediglich ein Ausweisdokument.)


Schließlich kamen wir dort an. Mit viel "Hallo" und Umarmungen begrüßten wir uns gegenseitig und unser Freund stellte uns auch gleich den Besitzer der Hotelanlage vor, Ertas Bey. 

Wir bekamen eine Erfrischung serviert, dann ging es los in Richtung des von uns gebuchten Hotels, dem Romantik Villa Dalla. Hier werden wir die nächsten 2 Wochen in einem kleinen Bungalow verbringen! Unser Freund bestand darauf, uns dort persönlich abzuliefern, denn das Boutique Hotel liegt etwas versteckt. Unterwegs noch ein kurzer Stopp bei Migros, um ein paar Vorräte einzukaufen, dann checkten wir so gegen 16 Uhr ein.

Abendessen gab es an diesem Tag in der Therme Maris. Ein anderer Freund von uns, Atilla Kaban, ein Pianist, ist zufälligerweise auch auf Urlaub in Dalaman und er hatte am Abend einen Auftritt dort. Den wollten wir uns natürlich nicht entgehen lassen.


Zusammen mit einem Freund aus Marmaris sorgte Atilla dann dafür, dass es ein wirklich unterhaltsamer Abend wurde. Nur leider steckte uns die Müdigkeit in den Knochen, deshalb verabschiedeten wir uns schon relativ früh, um uns endlich mal auszuschlafen.




Freitag, 9. September 2016

Kebap am Meter

Am letzten Abend in Istanbul, dem 7. September, gingen wir zum Abendessen in ein spezielles Restaurant: ins Atasehir Hasan Kolcuoglu.


Speziell ist dort, dass das Kebap tatsächlich am laufenden Meter serviert wird.

Das Adana Kebap versteckt sich unter dem Hühnchen und dem Lamm.

Dumm ist nur, dass nach all den vielen Vorspeisen *, die wir zuvor mit verführerisch duftendem, ofenwarmem Fladenbrot aufgetischt bekommen hatten, eigentlich kein Platz mehr war, um noch ein Hauptgericht zu essen.

Für 70 YTL pro Person wirklich nicht teuer! Aber extrem lecker!!!




* 3 verschiedenen Salate (Rucola, Hirtensalat, grüner Salat), Cig Köfte, Cacik, Ezme, Humus, Auberginen, Icli Köfte, Dolma, Börek, Mini-Pide, Käse, dicke Bohnen, ich glaube, ein paar habe ich noch vergessen ...


Mittwoch, 7. September 2016

Wieder in Istanbul

Gestern flogen wir mit Turkish Airlines von Frankfurt nach Istanbul, Sabiha Gökçen Flughafen. Der Flug verlief problemlos, allerdings standen wir in Frankfurt eine halbe Stunde am Gate, bevor es losging, weil laut Durchsage des Piloten die Anzahl der Maschinen, die gleichzeitig eine Landeerlaubnis auf dem Sabiha Gökcen Flughafen bekommen, eingeschränkt wurde.

Es gab übrigens keinen Duty-Free-Verkauf an Bord. 

Das Taxi vom Flughafen nach Icerenköy kostete inklusive Maut knapp 80 YTL. Da sehr viel Verkehr herrschte, brauchten wir 45 Minuten für die Fahrt. Wir stellten nur unsere Koffer ab und gingen gleich zum Abendessen in den nächsten Döner-Laden.


Da sich dieser in unmittelbarer Nähe einer Moschee befindet, wurde wie üblich kein Alkohol serviert. Auf dem Rückweg kauften wir für Chang in dem Bakkal (Mini-Markt) neben unserer Unterkunft zwei Flaschen Efes-Bier, damit war der Abend gerettet :-)


Da die letzten Tage in Deutschland ziemlich anstrengend gewesen waren, dauerte der Abend dann auch nicht allzu lange.

Jetzt aber will ich erst einmal im Bakkal ein frisches Brot holen, Zeit fürs Frühstück.

Es ist gut, wieder unterwegs zu sein!