Freitag, 20. Juni 2025

Spaziergang zur und durch die Altstadt von Antalya

Nach dem Besuch im Archäologischen Museum machten wir uns zu Fuß auf in Richtung Antalyas Altstadt. Immerhin: Eine Strecke von über 3 km und das bei der Hitze! Aber wir hatten genügend Wasser dabei und wir sind gut zu Fuß und die Hitze gewohnt. 

Unterwegs hatten wir einen schönen Blick auf den Jachthafen und auch sonst bot sich die ein oder andere schöne Aussicht. 




Als wir schließlich am Uhrenturm angekommen waren, wussten wir, dass das Ziel nahe war. Denn ehrlich gesagt, waren wir doch etwas geschafft.

Der Uhrenturm in seiner heutigen Form wurde Anfang 1900 auf den Überresten einer byzantinischen Bastion gebaut, die Uhren sind ein Geschenk des deutschen Kaisers an den Sultan. Allerdings sollen die Uhren nicht die von damals sein - unehrliche Arbeiter haben sie wohl während Renovierungsarbeiten in den 80iger Jahren ausgetauscht. 

Das Hadrianstor ist eines der ältesten Bauwerke der Stadt und ist in die Stadtmauer integriert. Im Türkischen heißt es Üç Kapılar (sprich: Ütsch Kapelar) = Drei Türen, denn es handelt sich um drei gleich hohe Torbögen. 


Durch das Hadrianstor betritt man die Altstadt, genannt Kaleici (sprich: Kalä Itschi) = Das Innere der Festung. 

Die Altstadt war bei unserem Besuch brechend voll. Die üblichen Souvenirläden und jede Menge Restaurants säumten die engen Gassen. 

 


Als wir schließlich den Hıdırlık Turm erreichten, der im 2. Jahrhundert AD gebaut wurde und als Militärposten und Leuchtturm diente, wollten wir dann nur noch nach Hause ... 

Der Turm hat seinen Namen nach einem Frühlingsfest, Hıdırellez, das vom 5. auf den 6. Mai in einigen Teilen der Türkei noch immer gefeiert wird.

Übrigens hatten wir beide am nächsten Tag Muskelkater in den Beinen. Soviel dazu, dass wir gut zu Fuß sind 😉 Aber wir sehen das sportlich!

 

Mittwoch, 18. Juni 2025

Im Antalya Museum

In Istanbul hatten wir das Museum für Moderne Kunst besucht, gestern besuchten wir das Archäologische Museum in Antalya. Vorweg: Obwohl der Besuch durchaus lohnte, hat uns das Archäologische Museum in Istanbul viel besser gefallen.

Wenn man das Museum betritt, ist gleich rechts ein Ausstellungsraum, der sich speziell an Kinder wendet. Irgenwie süß ... Aber ob das ausreicht, um das Museum als "kinderfreundlich" zu bezeichnen?

Was mich störte, war, dass die wenigsten Ausstellungsstücke eine englische Erklärung bieten. Ich spreche Türkisch, mein Mann aber nicht, und kaum ein ausländischer Besucher wird die türkische Sprache beherrschen. 

Das Museum beherbergt in 14 Ausstellungssälen Funde aus der prähistorischen Zeit, Artefakte der drei größten antiken Regionen (Lykien, Pamphylien und Pisidien), darunter Statuen von griechischen Göttern und Göttinnen sowie von römischen Kaisern. 

Die drei Grazien
Hermes

Apollo 
Hadrian



 


 

 

 

 




Neben einem Ausstellungsraum für Sarkophage und Mosaiken aus der Nekropole von Perge gibt es weitere Säle mit Münzsammlungen und Ikonen sowie für Keramiken und Töpferwaren.



Im Museumsgarten gibt es weitere Sarkophage und Sarkophagdeckel (Löwen waren besonders beliebt, da sie sowohl das Grab schützen als auch den Sieg über Feinde und den Tod symbolisieren) sowie Reliefs und Säulen. UND: zahme Pfauen und putzige Igel 😀



 
 

Der Eintritt kostet 15 Euro, die zum Tageskurs in Lira abgerechnet werden (meiner Kreditkarte, die für den Auslandseinsatz nichts berechnet, wurden 30.07 Euro belastet). 

Wir waren knapp 2 Stunden im Museum, danach schlenderten wir in Richtung Hadrians-Tor. Darüber werde ich separat berichten.

 

 

Dienstag, 10. Juni 2025

Zurück in Konyaaltı

Zuletzt waren wir in 2022 in Konyaaltı und hatten es in guter Erinnerung. Deshalb buchten wir dieses Jahr wieder Konyaaltı für unseren Sommerurlaub und sogar das gleiche Airbnb wie damals (The Room).

Der Flug mit Pegasus-Airlines war unspektakulär, allerdings funktionierte die bei booking.com gebuchte Abholung nicht. Deshalb nahmen wir vom Flughafen Antalya aus ein Taxi und das war mit umgerechnet 21 Euro sogar noch günstiger, als die 25 Euro, die booking.com in Rechnung stellte. Anscheinend passiert es öfter, dass die Abholung nicht funktioniert: Beim Einreichen der Reklamation stellten wir fest, dass es bei den vorgegebenen Gründen für die Beschwerde eine eigene Schaltfläche für nicht zustande gekommene Abholung gibt! 


Leider ist das strandnahe Haus, in dem wir damals wohnten, aufgegeben worden, unser Appartment liegt dieses Mal eine Straße hinter dem Hotel. Das hat den Vorteil, das wir das Frühstücksangebot, das im Zimmerpreis enthalten ist, nutzen können. Der Nachteil ist, dass es etwas weiter zum Strand und den Restaurants ist. Aber wir sind ja gut zu Fuß und ein bisschen Bewegung schadet nichts.

Insgesamt werden wir 16 Nächte in Konyaaltı verbringen. Wir sind gespannt, was wir erleben werden!

 

Montag, 9. Juni 2025

Besuch im Kunstmuseum "Istanbul Modern"

Gestern besuchten wir zusammen mit der Familie das Istanbul Modern, das erste Museum Istanbuls für moderne und zeitgenössische Kunst. Es liegt im Stadtteil Beyoğlu, direkt am Bosporus, und bietet neben Kunst auch eine atemberaubende Aussicht auf den Topkapı-Palast.

Foto von der Website des Museums

Der Vorplatz des Museums
Unser Enkelsohn ist ebenfalls (kunst)begeistert 😉

Zum Zeitpunkt unseres Besuchs gab es neben den ständigen Ausstellungen auch eine temporäre der in Berlin lebenden japanischen Künstlerin Chiharu Shiota mit dem Titel "Zwischen den Welten". Ich war von der Vielschichtigkeit sehr beeindruckt, so liegt Istanbul zwischen / auf zwei Kontinenten, in Karaköy verkehren die Schiffe zwischen Europa und Asien, jeder einzelne Passagier hat seine eigene Geschichte, die mit roten Fäden verbundenen Koffer erzählen eine Geschichte von Heimat, Zugehörigkeit und Identitätsfindung, wobei die roten Fäden wie Blutgefäße eine Verbindung zwischen Gefühlen und Erinnerungen bilden. 



In der permanenten Ausstellung "Floating Islands" (Schwimmende Inseln) haben mir die Werke von Ömer Uluç und Julian Opie besonders gut gefallen. 



 

Ann Dancing in Sequined Dress
(Ann tanzt im Paillettenkleid)

Ein Hingucker in mehr als einer Hinsicht war auch "The Door", das wohl bekannteste Werk von Burhan Uygur. Da kam die Kunst im Doppelpack 

Der Eintritt kostet 450 TL (10 Euro, Stand 09.06.25) für türkische Staatsbürger und 750 TL (16,75 Eruo) für Ausländer, es gibt Ermässigungen für Studenten und Rentner. 

Auf alle Fälle: Eine Investition, die sich lohnt.

Zum Ausklang tranken meine Schwiegertochter und ich noch einen Prosecco im Museumsrestaurant, die Herren gönnten sich ein kühles Efes, der Kleine bekam eine hausgemachte Limonade. Die Preise sind zwar heftig (1100 Lira für ein Glas Prosecco, also nach gegenwärtigem Kurs 26 Euro pro Glas!), aber man lebt nur einmal und wir sind ja außerdem im Urlaub 😉



 

Freitag, 6. Juni 2025

Der Sommerurlaub beginnt ...

Gestern sind wir überpünktlich in Istanbul gelandet - gerade rechtzeitig zum Sonnenaufgang!

Sorry, durch die Fensterscheibe fotografiert

Wir gönnten uns dieses Mal einen Flug mit Thai Airways in der Business Class und genossen es, dass wir nach einem vorzüglichen Abendessen, bei dem ich mir 3 Gläser Champagner schmecken ließ, unseren Sitz in ein richtiges Bett verwandeln und so bequem für ein paar Stunden schlafen konnten.

Der Gruß aus der Küche ... amuse gueule, vraiment 😋

Nach der Landung erwartete uns unser Sohn bereits am Flughafen und brachte uns nach Hause. Es dauerte allerdings noch eine Weile, bevor unser Enkel wach wurde ... Aber bald spielte er schon mit seinem neuen Spielzeug, das Oma und Opa ihm mitgebracht hatten.

Kayra ist so gewachsen, seit ich ihn an seinem Geburtstag im
Januar gesehen habe.

Wir freuen uns auf die bevorstehenden gemeinsamen Tage. Es ist Opferfest, sodass unser Sohn frei hat und wir viel Zeit miteinander verbringen können.

Am Montag geht es weiter nach Antalya, wo wir das gleiche Apartment wie im Jahr 2022 gebucht haben. Stay tuned ... 

 

 

Mittwoch, 29. Januar 2025

Einsamer Geburtstag

Gestern hatte mein Enkelsohn Geburtstag. Er wurde 4! Mein Gott, wie die Zeit vergeht ...

Leider herrscht in Istanbul derzeit eine Grippewelle. Und letzten Freitag haben sich alle Kinder aus Kayras Spielgruppe nebst den Mamis bei einem der anwesenden Kinder angesteckt. Deshalb fand die geplante Party nicht statt, sondern wurde bis auf Weiteres verschoben. 

Wir feierten also nur im engsten Familienkreis. Der Kleine war recht traurig, aber die Geschenke und die Erdbeertorte waren dennoch willkommen!


PS:
Am Sonntag gibt es eine Party für die ganze Familie, sofern alle wieder auf dem Damm sind. Kayra freut sich schon darauf, mit seinen Cousins zu toben. Und am Montag soll die Feier mit den Freunden aus der Spielgruppe nachgeholt werden.

Montag, 27. Januar 2025

Kurztrip nach Istanbul

Mein Enkelsohn wird kommende Woche 4 Jahre alt. Deshalb setzte ich mich gestern in den Flieger nach Istanbul. 

Das klingt jetzt einfacher, als es war. Da ich auf dem Rückweg einen Aufenthalt in Bangkok haben werde, wollte ich einen Gabelflug ab Krabi buchen, was sich aber als unmöglich (oder irre teuer) entpuppte.

Also buchte ich einen Air Asia Flug Krabi - Bangkok - Krabi und ab Bangkok einen Flug mit Qatar Airways über Doha nach Istanbul. Da der Air Asia Flug in Don Muang landen und ich genügend Zeit bis zum Weiterflug mit Qatar haben würde, wollte ich das kostenlose Shuttle ausprobieren.

In der Nacht zuvor fielen allerdings die Computersysteme in Don Muang aus. Das führte zu erheblichen Verspätungen während des ganzen Tages. Meine Maschine startete schließlich mit fast 3 Stunden Verspätung in Krabi. Air Asia war so freundlich, die Passagiere ca. 2 Stunden vor dem geplanten Abflug über die Verspätung zu informieren - da waren die meisten Reisenden bereits am Flughafen eingetroffen! 

Wie auch immer: Statt gemütlich mit dem Flughafen-Shuttle zu fahren, nahm ich ein Taxi und schwitze vor Aufregung. 10 Minuten, bevor das Boarding bei Qatar Airways begann, war ich am Gate in Suvarnabhumi. Immerhin!

Ich habe die Erlaubnis der Mitarbeiterin, dieses Foto zu benutzen.

Ich hatte Economy gebucht und war enttäuscht. Im Internet hatte ich durchweg positive Kommentare zu Qatar gelesen, aber der Sitzplatz war äußerst begrenzt. Ich bin nur 1,68 m groß, aber meine Beine stießen an die Rückenlehne des Vordersitzes, selbst wenn die Rückenlehne senkrecht stand, und zum Nachbarn hatte ich Ellenbogenkontakt, der sich nicht vermeiden ließ. Gott sei Dank hatte ich einen Gangplatz gewählt, sodass zumindest eine Seite etwas Luft bot. 

Bordprogramm und das Essensangebot waren gut, aber wenn man um 2 Uhr nachts fliegt, spielen diese eine eher untergeordnete Rolle. 

Das Umsteigen in Doha war unkompliziert. Allerdings empfand ich die Preise in den Duty Free Läden als sehr teuer.

Die Maschine, die mich nach Sabiha Gökçen brachte, war ein A320. Auch hier - wie in der Boeing 777-300ER auf dem Streckenabschnitt zuvor - kaum Beinfreiheit. Dafür besaß Qatar aber die Frechheit, mir im Vorfeld einen Upgrade in Business zu ca. 500 Euro für diesen Abschnitt der Reise anzubieten. Da frage ich mich doch, wofür. Die Business-Class-Sitze waren zwar größer und bequemer, aber stationär, d.h., ein Umbau, um zu liegen, war nicht möglich. 

Egal! Mein Sohn wartete bei der Ankunft auf mich und brachte mich zur Familie. Das Wiedersehen entschädigte für alles! 

Fazit: Ich werde eher nicht noch einmal Qatar buchen.